Club 2×11 Nachbericht

Club 2×11 „Russland und die WM 2018“

Vier Jahre nach den Olympischen Spielen in Sotschi findet in Russland mit der Fußball-WM das nächste Sportgroßereignis statt.

Während die russischen Gastgeber das Land mit einem erfolgreichen Turnier in einem positiven Licht präsentieren wollen, dominieren in der westlichen Berichterstattung Themen wie der Staatsdoping-Skandal nach Olympia, Fanausschreitungen nationalistischer Hooligans bei der EURO 2016 und die aktuelle Menschenrechtslage.

Am 23. Mai diskutierten Felix Jaitner (Politikwissenschafter),Evgenij Milevskij (ehemaliger Profifußballer), Hans-Peter Trost (ORF-Sportchef), Alfred Tatar (ehemaliger Fußballer und Trainer) und Ingo Petz (Autor und Journalist) darüber, was von der Fußball- WM 2018 in Russland zu erwarten ist.

Hans Peter Trost versprach, dass die Berichterstattung des ORF auch über den Spielfeldrand hinausblicken wird: „Sollte es zu WM-Protesten in Russland kommen, werden wir darüber sicher berichten. Ich gehe nicht davon aus, dass Kritik vom Staat her im Keim erstickt werden kann, da die ganze Weltöffentlichkeit auf Russland blickt.“

Mit gespalten Gefühlen blickt Ingo Petz vom Projekt fankurve-ost.de auf die WM: „Ich fahr mit Bauchweh hin. Der Sport mag eine tolle Sache sein, aber mündige, gesellschaftspolitisch interessierte Fußballfans sollten bei dieser WM eine Rolle spielen, doch das ist unter diesen Bedingungen in Russland leider nicht möglich“.

Die Club 2×11 Podiumsdiskussion in der Wiener Hauptbücherei am Gürtel fand in Kooperation mit „Our Game – Unser Spiel für Menschenrechte“ statt.

Die Veranstaltung wurde von Georg Spitaler (ballesterer) moderiert und von ORF Sport + live übertragen.